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Hauptziel der Besucher
Offidas ist die
Kirche Santa Maria della Rocca, die sich zum Zeitpunkt ihrer
Erbauung ausserhalb der Stadt befand.
Wo heute die Kirche steht erhob sich einst
eine
Burg, aus langobardischer Zeit, an die eine kleine Kirche
angeschlossen war und die zu den Besitzungen des Longino
d'Azzone, einem Fürsten germanischer Abstammung, gehörte.
1039 wurden die Burg und die kleine Kirche
an die Abtei von Farfa ( Latium ) verschenkt Somit waren benediktinische
Mönche die neuen Herren. Eine Inschrift aus dem Jahre 1330‚
die an der Aussenmauer der heutigen Kirche zu finden ist besagt,
dass die Burg abgerissen wurde und an gleicher Stelle eine
neue, grössere Kirche errichtet wurde.
Die neue Kirche wurde über die ältere,
kleinere Kirche gebaut. So entstanden zwischen den Mauern der
älteren und der neueren Kirche zwei Korridore gewonnen
die seit dem 16. Jh. als Friedhof genutzt wurden und noch heute
in der Krypta zu sehen sind.
Die Backsteinstruktur wird auf der
Seite der Apsis mit eleganten Travertinstein Lisenen dekoriert;
in der Mitte der Hauptapsis befindet sich das
Travertinsteinportal der Krypta, das mit Blätter und
Tiermotiven geschmückt ist.
In den letzten zehn Jahren hat der Bereich
um die Kirche herum verschiedene Veränderungen
erfahren. 1999 wurden die letzten Gebäude die, die Aussicht
auf das Gotteshaus verwehrten abgerissen. Die zur Kirche führende
Strasse wurde 2004 neu gepflastert.
Auch der steile Abhang wurde mehrfach
modifiziert.1946 wurden einige Stützpfeiler angebracht,
um die Stabilität des Hanges zu gewährleisten.
Das niedrig-gedrungene Kreuzgewölbe
der
grossen Krypta wird von Backsteinsäulen mit abgekanteten
Kapitellen gestützt. Die Kapelle auf der linken Seite birgt
einen sehenswerten Freskenzyklus aus der Hand des sogenannten
"Maestro d'Offida". Die Wandgemälde stellen Szenen aus
dem Leben der
hl. Katterina von Alessandria, der hl. Lucia und anderer
Helige dar.
In der einschiffigen
obere Kirche sind Spuren der ursprünglichen
Freskos, die einst vollständig die Wände bedeckten
zu sehen.
Im Becken der Hauptapsis ist ein gut erhaltenes
Werk vom " Maestro Ugolino di Vanne " aus Mailand zu bewundern,
das sieben
Profeten, acht heilige Jungfrauen, und zehn musizierende Engel
darstellt.
Links des Querschiffs sind Szenen
aus dem Leben des hl. Benedikts zu erkennen. Auf der gleichen
Seite des Schiffs sieht man eine "
Madonna del Latte" mit dem hl. Sebastian, Werke des Frau
Marino Angeli.
Gegenüber befindet sich des
einzige Fresko der Renaissance: die Kreuzigung, die Kreuzabnahme
und eine Madonna mit Kind und Heiligem, realisiert von Vincenzo
Pagani.
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